
Wolfgang Wehowsky
Mitglied des Landtages,
Wahlkreis Bretten
Bürgerbüro Weingarten
Durlacher Straße 22, 76356 Weingarten
buero@-wolfgang-wehowsky.de
Tel. 07244/ 2054451
Landespolitik

Wolfgang Wehowsky
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Stuttgart, 31. Januar 2010
Wolfgang Wehowsky MdL: “Das krampfhafte Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem führt dazu, dass 34 Hauptschulstandorte im Landkreis Karlsruhe verloren gehen“
Walter Heiler MdL: „Ich kann deshalb die Frustration der Vorsitzenden des Landeselternbeirates nachvollziehen. Zeitgemäße Schulkonzept und Eltern-wünsche spielen in der Schulpolitik in Baden-Württemberg schlicht keine Rol-le.“
Der SPD-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Bretten, Wolfgang Wehowsky, wertet das von Prof. Tino Bargel von der Universität Konstanz präsentierte Gutachten zur Schulentwicklung in Baden-Württemberg als eine schallende Ohrfeige für Kul-tusminister Rau. Einmal mehr zeige eine wissenschaftliche Studie auf, dass das krampfhafte Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem das Ende der wohnortnahen Schulversorgung zur Folge habe und zudem sehr teuer sei, sagte Wolfgang We-howsky MdL. „Diesen wissenschaftlichen Befunden darf sich der Kultusminister nicht länger verschließen.“
Die Studie weise nach, dass bei einer Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems viele Kommunen ihren weiterführenden Schulstandort verlieren würden bzw. keinen eigenständigen Schulstandort mehr hätten. Im Landkreis Karlsruhe ist bis zum Jahr 2020 mit einem Verlust von 34 Hauptschulstandorten zu rechnen. Dabei sind die Werkrealschule-Pläne der Landesregierung bereits berücksichtigt. „Das zeigt, dass die von der CDU/FDP-Landesregierung eingeführte Werkrealschule zu einer Kon-zentration von Schulstandorten führt und damit das Aus für die wohnortnahe Schule bedeutet“, so Wehowsky MdL. Landesweit hätten nur noch ein Drittel der Gemeinden einen weiterführenden Schulstandort.
Demgegenüber könnte mit Schulmodellen, die Kinder länger gemeinsam lernen las-sen, eine deutlich bessere Schulversorgung erreicht werden. Bei Einrichtung von Gemeinschaftsschulen, die alle Bildungsgänge und Abschlüsse anbieten, könnten gut zwei Drittel der Gemeinden in Baden-Württemberg Schulstandort sein. „Gerade für den ländlichen Raum bietet das die große Chance, die Schule im Dorf zu belas-sen“, sagte Walter Heiler MdL. Mit der Zusammenfassung von Haupt- und Real-schulen könnten immerhin noch in der Hälfte aller 1.100 Gemeinden im Land Schu-len bestehen bleiben und damit immer noch deutlich mehr als im dreigliedrigen Sy-stem. „Die Landesregierung zieht nicht einmal die Möglichkeit in Betracht, innovative Schulkonzepte zu genehmigen. Ich kann deshalb die Frustration der Vorsitzenden des Landeselternbeirates nachvollziehen. Zeitgemäße Schulkonzepte und Eltern-wünsche spielen in der Schulpolitik in Baden-Württemberg schlicht keine Rolle“, be-dauert der Landtagsabgeordnete Walter Heiler. Frau Christiane Staab ist vor 3 Tagen zurückgetreten, da der Landesregierung völlig der Wille fehle zu erkennen, dass so vieles im Schulsystem schief läuft.
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