Fünf Jahre Arbeitsmarktreformen

Veröffentlicht am 22.03.2008 in Pressemitteilungen

Die SPD Karlsruhe-Land begrüßt den Rückgang der Arbeitslosenzahlen und fordert den raschen Ausbau der frühkindlichen Erziehungseinrichtungen

„Durch die Stärkung des Grundsatzes von Fördern und Fordern wurde den Bürgern zunächst viel abverlangt. Nunmehr greift jedoch das Gesamtkonzept der rot-grünen Arbeitsmarktreformen und die Verbesserung der Qualität und Beschleunigung der Vermittlung sowie die Neuausrichtung der Förderungsstruktur für die berufliche Bildung komme den Arbeitssuchenden zugute.“ erklärt die Kreisvorsitzende Ruth Römpert. Dies zeige die Zahl der Arbeitslosen, die gegenüber dem Vorjahr um fast 20 % zurückging und damit den niedrigsten Märzstand seit 1992 erreicht.

Besonders erfreulich sei, so Erich Fehr, stellvertretender Kreisvorsitzender, dass immer mehr Langzeitarbeitslose, die seit mindestens einem Jahr auf der Suche nach einer Beschäftigung sind, jetzt wieder bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. „Diese Gruppe war seit langem unser Sorgenkind. Daher freue ich mich umso mehr, dass gerade sie mit 24 Prozent weniger Langzeitarbeitslosen als im Vorjahr die Gewinner der Reformen zu sein scheinen.“ Ihre Zahl habe sich nämlich seit März 2007 um 691 auf jetzt 2092 reduziert.

Mit der Senkung der Arbeitslosenquote um in etwa ein Prozent in allen Bereichen sind wir auf dem richtigen Weg, bestätigte der stellvertretende Vorsitzende René Repasi. Dass die Quote der weiblichen Arbeitslosen jedoch auch in Karlsruhe-Land in fast allen Geschäftsstellen der Bundesagentur für Arbeit über der Quote der männlichen Arbeitslosen liege, sei schlichtweg nicht hinnehmbar. Einzig Bretten stelle, jedenfalls im März 2008, diesbezüglich endlich eine Ausnahme dar. Die Ungleichheit sei den Arbeitsmarktreformen allerdings nicht zuzurechnen. Um hier nun endlich die Trendwende zu schaffen, müsse die Landesregierung endlich für eine flächendeckende Kleinkinderbetreuung sorgen. In keinem europäischen Land arbeiten so wenige Mütter mit kleinen Kindern wie in Deutschland. Nur 44,3% der Frauen mit Kindern unter fünf Jahren üben einen Beruf aus. In Portugal seien es 76,3 % und quasi ums Eck in Frankreich 61,7%. Diese Pausen benachteiligen Frauen nicht nur bei dem Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt, sondern führen auch zu einer finanziellen Benachteiligung.

 
 

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