Fraktion/Stadtverband

Veröffentlicht am 29.03.2011 in Wahlen

Landtagswahl

Landtagswahl mit „Licht und Schatten“ für die SPD Hatten sich die Wahlforscher mit ihren Prognosen bei den letzten Wahlen manchmal gründlich vertan, so lagen sie diesmal doch ziemlich genau, denn für SPD und Grüne wurden zwischen 47 und 48% vorausgesagt. Ebenso wurde die FDP auch schon vor dem GAU in Japan bei 5% gesehen und auch bei der Union lag man ziemlich richtig. Für die SPD gibt es allerdings nur eingeschränkt Grund zum Jubeln, denn lediglich das wichtigste Wahlziel –nämlich der Wechsel in Baden-Württemberg- konnte erreicht werden. Wenig erfreulich für uns als SPD ist dagegen, dass wir nicht von der Wechselstimmung profitieren konnten und die Ereignisse in Japan ausschließlich den Grünen zugute kamen, obwohl unter der Kanzlerschaft Schröder und damit unter SPD-Führung der Atom-Ausstieg beschlossen wurde. In der „Rolle rückwärts“ bei der Atomenergie muss wohl insbesondere die Union die Ursache für ihre Niederlage in B.-W. suchen. Wenig erfreulich ist für uns als SPD auch das Ergebnis im Wahlkreis Bretten. Konnte bei der letzten Wahl die damalige Spitzenkandidatin Ute Vogt noch gut 31% erreichen, blieben für Wolfgang Wehowsky 7% weniger, was letztlich zu seinem Ausscheiden aus dem Landtag führte. Auch die SPD-Stutensee konnte sich diesem allgemeinen Trend im Wahlkreis nicht entziehen und büßte ca. 7%-Punkte ein; lediglich in Staffort hielten sich die Verluste in Grenzen (laut BNN sogar ein leichter Zugewinn). Erfreulich am Landtagswahlergebnis ist natürlich, dass erstmals seit 57 Jahren eine Landesregierung ohne die Union gebildet werden kann. Dies bietet zum einen Chancen, weil jetzt auch auf den unteren Verwaltungsebenen SPD und Grüne in Personalentscheidungen ihren Einfluss geltend machen können. Daneben besteht die Möglichkeit als Hauptaktionär der EnBW diesen Konzern „umzubauen“ und zu einem Energieunternehmen „ohne Atomstrom“ zu gestalten. Auch im Bereich der Bildungspolitik wird es mehr Möglichkeiten vor Ort geben, wo unter Einbeziehung von Eltern ,Lehrerkollegien und Kommunen neue Modelle ausprobiert werden können; „Einheitsschule“ oder „Ende des Gymnasiums“ wie von den bisherigen Regierungsparteien behauptet, werden so sicherlich nicht kommen. Interessant ist auch der Stimmenvergleich in Stutensee. So haben ähnlich wie im Land SPD und Grüne gegenüber Union und FDP um ca. 4% die Nase vorne, auch ein ermutigendes Ergebnis aus kommunaler Sicht. Für die neuen Regierungsparteien kommt es nun darauf an, ihre vor der Wahl gegebenen Versprechen einzuhalten, was bei der Energiewende sicherlich noch am leichtesten ist, aber schon bei „Stuttgart 21“ schwierig werden könnte. Auch die Befreiung von den Studiengebühren und der kostenlose Kindergartenbesuch sind Themen, die nicht zuletzt an die Grenze des finanziell Machbaren gehen werden, zumal auch für B.-W. in Zukunft gilt, dass die Schuldengrenze eingehalten werden muss. Bei aller berechtigten Skepsis überwiegt aber die Freude darüber, dass in B.-W. die Regierungsweichen nun neu gestellt werden können. Dazu wünschen wir aus Stutensee den beiden Regierungsparteien ein „intelligentes“, zupackendes Regieren. Zum Schluss geht unser Dank an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Stutensee, die uns bei der Wahl mit ihrer Stimme unterstützt haben. Heinrich Sickinger

 
 

Im Europäischen Parlament

Wir auf Facebook

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Downloads

Dokumente

Ortsverein

Wahlprogramme

Info-Portal

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Shariff