Der Anstieg der Drogentoten im Landkreis Karlsruhe im vergangenen Jahr von null auf sechs Personen ist für die Jusos Karlsruhe-Land ein weiteres Indiz dafür, dass die Politik im Landkreis im Bereich der Drogenpolitik auf ganzer Linie versagt.
Der Anstieg der Drogentoten im Landkreis Karlsruhe im vergangenen Jahr von null auf sechs Personen ist für die Jusos Karlsruhe-Land ein weiteres Indiz dafür, dass die Politik im Landkreis im Bereich der Drogenpolitik auf ganzer Linie versagt.
„Innenminister Rech führt seinen Drogenkrieg fern ab jeder Realität,“ so der Kreisvorsitzende der Jusos Karlsruhe-Land Marcus Jainta.
Bis heute gibt es im Landkreis kein schlüssiges Konzept, welches Drogenkonsumenten einen Ausstieg ermöglicht. Obwohl es viele richtungsweisende Projekte gibt, die Drogenabhängige nachweislich die Gelegenheit bieten, sich zu resozialisieren, drängt man diese immer weiter in die Kriminalität ab. Statt diesen Menschen zu helfen, wird ein wahrer Drogenkrieg gegen Abhängige geführt.
Der 25jährige Informatikstudent erläutert weiter: „Offensichtlich finden es einige Politiker wichtiger, Drogenkonsumenten rechtlich zu belangen, statt ihnen Auswege aus der Sucht zu zeigen. Hierbei sehen wir deutlich, dass uns diese Drogenpolitik zurück schlägt und viele Opfer fordert, statt die Situation nachhaltig zu verbessern.“
Daher fordern die Jusos, dass die Drogenpolitik endlich überdacht wird. Eine ausschließliche „Verbots-Politik“ ist der falsche Weg und bewirkt nur, dass Abhängige ihrer Sucht im verborgenen nachgehen. Damit wird es zusehens schwieriger, diesen Menschen zu helfen.
Für die Jusos stellt zum Beispiel die kontrollierte Abgabe von Suchtmitteln eine sinnvolle Möglichkeit dar, die es Drogenkonsumenten ermöglicht aus der kriminellen Spirale auszubrechen.
Bei aller Kritik an der aktuellen Drogenpolitik betonen die Jusos jedoch, dass sie keinesfalls die Gefahren von Drogen verharmlosen wollen. Allerdings sehen sie deutlichen Handlungsbedarf, gerade in der Präventionsarbeit.
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