Als Kernpunkt der Haushaltsrede 2017 stellte die SPD-Fraktion ihren Vorschlag für einen Masterplan für Stutensee bis zum Jahr 2030 in den Mittelpunkt der Ausführungen.
Als Kernpunkt der Haushaltsrede 2017 stellte die SPD-Fraktion ihren Vorschlag für einen Masterplan für Stutensee bis zum Jahr 2030 in den Mittelpunkt der Ausführungen.
Bei diesem Masterplan geht es darum, eine Aussage darüber zu treffen, wie sich Stutensee in den nächsten 15 Jahren weiterentwickeln soll.
Würde man eine ähnlich starke Entwicklung wie seit Bestehen der Gemeinde/Stadt Stutensee anstreben, bezogen auf die Einwohnerentwicklung, würde dies eine durchschnittliche Zunahme der Bevölkerung von 200 Einwohnern/Jahr bedeuten. Auf 15 Jahre hochgerechnet wären dies 3.000 Einwohner mehr, so dass Stutensee dann bei rund 28.000 Einwohner anlangen würde. Bei einer durchschnittlichen Wohnbaudichte von 100 Einwohnern / Hektar in Blankenloch und Büchig, sowie 50-70 Einwohnern / Hektar in Friedrichstal, Spöck und Staffort, müssten für eine solche Entwicklung jährlich ca. 2,5 ha oder in 15 Jahren 37,5 ha Wohnbaufläche zur Verfügung gestellt werden. Im Vergleich mit der Stadt Karlsruhe, wo im gleichen Zeitraum insgesamt ca. 85 ha Wohnbaufläche erschlossen werden sollen, wären die gut 37 ha in Stutensee wohl eindeutig zu viel. Deshalb muss der Gemeinderat, am besten im Gespräch mit den Bürgern unserer Stadt, einen Masterplan für die weitere Entwicklung von Stutensee in den nächsten 15 Jahren erstellen. Dieser muss auch eine Aussage darüber enthalten, welche Flächen für die Innenentwicklung genutzt werden können. Hier sehen wir ein Potenzial von mindestens 25-35% der Gesamtentwicklung. Deshalb haben wir auch eine weitere Verstärkung im Baudezernat (II) gefordert, damit verstärkt das Bauen in zweiter Reihe angegangen werden kann, denn viele „Enkelkinder“ können dann die im rückwärtigen Bereich ihrer „Großeltern“ gelegenen Ökonomiegebäude oder Gartengrundstücke für ihre junge Familie zur Schaffung von preisgünstigem Wohnraum nutzen; außerdem kann die Außenentwicklung –in Neubaugebiete- deutlich reduziert werden.
Aber auch der Bau von bezahlbarem Wohnraum, insbesondere für junge Familien und Rentner, muss in diesen Masterplan Eingang finden. Hier haben wir seit Jahren die Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft vorgeschlagen, wie sie in vergleichbaren Kommunen seit vielen Jahren gut funktioniert.
Deutlich unterscheiden wir uns von den Stimmen im Gemeinderat oder politischen Gruppierungen, die für Stutensee am liebsten überhaupt keine Entwicklung - insbesondere in Blankenloch und Büchig – mittragen wollen. Wir können nicht mitverantworten, dass durch eine Null-Entwicklung und das damit verbundene Ansteigen der Bauplatz- und der Mietpreise für manche Bevölkerungsgruppen in Stutensee kein (preis)-günstiger Wohnraum zur Verfügung steht. Es kann auch nicht sein, dass dieselben, die einer ungebremsten Zuwanderung das Wort reden, auf der anderen Seite in ihrem „eigenen Haus den Schlüssel umdrehen“ und sich der Schaffung von weiterem Wohnraum verweigern!
In diesem Masterplan muss aber auch eine behutsame Weiterentwicklung von Gewerbeflächen berücksichtigt werden. Diese Flächen werden benötigt als Erweiterungsmöglichkeiten für unser heimisches Gewerbe und als Möglichkeit für die Ansiedlung von Existenzgründern. Auch hier können wir uns nicht gänzlich einer gemäßigten Entwicklung entziehen!
Die SPD-Fraktion würde sich freuen, mit unseren Bürgern über diesen Masterplan für Stutensee ins Gespräch zu kommen.
Im Übrigen wünschen wir allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern einen guten Jahresabschluss, einen gelungenen Übergang in das Jahr 2017, beste Gesundheit und beruflichen Erfolg im neuen Jahr.
Beate Hauser, Fritz Herling, Bernd Hupperich, Wolfgang Sickinger, Heinrich Sickinger
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