SPD-Kreistagsfraktion besucht die Eduard-Spranger-Schule

Veröffentlicht am 28.10.2009 in Kreistagsfraktion

Zu einem Informationsbesuch weilten dieser Tage Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion in der Oberderdinger Schule. Schulleiterin Petra Honeck und Gebhard Tigges, Amtsleiter für Liegenschaften und Regionalentwicklung im Landratsamt Karlsruhe informierten die Besucher über die aktuelle Situation.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion Markus Rupp (Gondelsheim) erinnerte eingangs an die noch nicht allzu lange zurückliegende Zeit, an der die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche aus allen Nähten zu platzen drohte. Am alten Standort in Bretten-Gölshausen ließ sich eine bauliche Erweiterung nicht verwirklichen. Die steigende Schülerzahl von rd. 40 im Jahre 2000 auf heute 70 führte zu einer ungewollten „Zersplitterung“ der Schule auf verschiedene Standorte, was wiederum die pädagogische Arbeit erheblich erschwerte. Rupp berichtete gerade auch den neuen Fraktionskollegen, dass er damals die Verwaltung mit seinen ständigen Anfragen in den Kreistagssitzungen zur Situation an der Eduard-Spranger-Schule genervt habe. Aber wenn man das heutige Ergebnis, den Neubau der Schule sehe, habe sich dieses Insistieren gelohnt. Schließlich habe man sich dann über alle Fraktionen hinweg zu einer grundlegenden Veränderung des unhaltbaren Zustands entschieden. Gewinner seien die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte, die nun beide optimale Voraussetzungen vorfänden.

Bei der Besichtigung des dreigeschossigen, im Sommer 2009 eröffneten Neubaus konnte sich die SPD-Delegation – freudig von den Kindern in Empfang genommen - ein Bild von den hell und freundlich gestalteten zwölf neuen Klassenzimmern, dem Computerraum, den Küchen-, Werk- und Speiseflächen sowie dem Verwaltungs- und Lehrerbereich machen.

In der Diskussionsrunde berichtete Gebhard Tigges vom Landratsamt, dass der Kreis 6,6 Millionen Euro in das Schulprojekt in Oberderdingen investiert habe. Der Zuschuss des Landes Baden-Württemberg daran betrage rund 2 Millionen Euro.

Die aktuelle Diskussion über die sonderpädagogische Förderung in Sonderschulen und die Integration beziehungsweise Inklusion behinderter Schülerinnen und Schüler in das allgemeine Schulsystem war ein Schwerpunkt des Gedankenaustausches mit der Schulleiterin. „Es wäre schön, wenn alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden könnten. Aber das ist unrealistisch", sagte Petra Honeck. Das jetzige Konzept grundlegend umzuwälzen würde ihrer Meinung nach alle Beteiligten überfordern. Aus langjähriger Erfahrung habe sich gezeigt, dass gerade im Zusammenwirken beider Schulsysteme den Bedürfnissen der behinderten Schüler am besten Rechnung getragen werden kann. Kontakt mit nicht Behinderten sei dennoch wichtig: Deshalb gibt es an der Eduard-Spranger-Schule, so erfuhren die Kreisräte eine Begegnungskooperation mit der Realschule Oberderdingen und Außenklassen wie z.B. an der Kraichgauschule in Gondelsheim. Dort gibt es vormittags Unterricht, teils zusammen mit nicht behinderten Schülern. Diesen Unterricht erarbeiten Sonder- und Regelschulpädagogen.

Die SPD-Fraktion erfuhr auf Nachfrage auch, dass sich die Zahl der geistig behinderten Kinder, die die Sonderschule besuchen, in den letzten Jahren deutlich erhöht und sich somit von der allgemeinen demographischen Entwicklung abgekoppelt habe.

Abschließend waren sich die Fraktionsmitglieder einig: In Oberderdingen wurde durch den Landkreis Karlsruhe Vorbildliches geschaffen.

Fraktionsvorsitzender Markus Rupp kündigte zugleich an, dass man sich künftig seitens der SPD vermehrt vor Ort ein Bild über Landkreiseinrichtungen machen wolle.

 
 

Homepage SPD Karlsruhe-Land

Im Europäischen Parlament

Wir auf Facebook

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Downloads

Dokumente

Ortsverein

Wahlprogramme

Info-Portal

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Shariff