SPD Kreistagsfraktion besuchte die Rechbergklinik Bretten

Veröffentlicht am 27.02.2010 in Kreistagsfraktion

Zu einem umfassenden Informationsaustausch besuchten die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion Karlsruhe im Beisein der Regionaldirektorin der Regionalen Kliniken Holding (RHK) Frau Susanne Jansen das Kreiskrankenhaus in Bretten.

Zunächst stand ein Rundgang auf dem Programm, bei dem sich die Kreistagsmitglieder der SPD ein Bild über den baulichen Zustand und die medizinischen Standards des Krankenhauses machten. Schließlich stehen die Zeichen bei dem aus den 60er Jahren stammenden Hauptgebäude auf Neubau. Dieser scheint erforderlich, um die Patientenversorgung in Bretten zu verbessern und wirtschaftlich zu sichern. Eine langjährige Forderung der SPD wie deren Fraktionsvorsitzender Markus Rupp (Gondelsheim) betonte. Den Sozialdemokraten im Karlsruher Kreisgremium sei nicht nur der Verbleib der beiden Kreiskliniken als medizinische Einrichtungen der Grund- und Regelversorgung in kommunaler Trägerschaft am Herzen gelegen, sondern gerade auch der Fortbestand kleiner Häuser wie Bretten. Beide Forderungen seien nicht zuletzt durch den Beitritt in die Regionale Kliniken Holding mit dem Landkreis Ludwigsburg und dem Enzkreis erfüllt bzw. kurz vor der Umsetzung.

Die SPD-Fraktion konnte sich vor Ort auch eine Bild machen von der Integration einer Facharztpraxis, die die Standortqualität erhöhen und für Synergieeffekte bei der Auslastung teurer medizinischer Apparatschaften sorgen soll.

In der anschließenden Diskussion wollte man von der Verwaltung wissen, ob es nicht ein Widerspruch sei, dass man trotz des Wissens um die demographische Entwicklung mit absehbar höheren Patientenzahlen in den nächsten 20 Jahren die Bettenzahl von heute 240 auf rd. 170-180 im Neubau reduzieren wolle. Regionaldirektorin Jansen betonte, durch die beständig kürzere Verweildauer der Patienten könne auch bei einer geringeren Bettenzahl die gleiche oder sogar eine bessere Leistung erbracht werden. Zudem werde der Neubau so konzipiert, dass Erweiterungsmöglichkeiten bestünden.

Das Krankenhaus in Bretten, das wurde in der Diskussion deutlich, soll auch künftig mit einer medizinischen Klinik, einer Chirurgie, der Palliativstation, der Geriatrie, der Radiologie sowie den Belegabteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe geführt werden.

Die Sprecherin der SPD im Aufsichtsrat der Klinikholding Ursula Wacker (Östringen) bestätigte, dass man sich für den Neubau ausgesprochen habe, weil die Sanierung mindestens genau so teuer, vor allem aber bei laufendem Betrieb unpraktikabel sei. Wacker lobte auch die Arbeit der neuen Klinikleitung, die sich u.a. an deutlich verbesserten Betriebsergebnissen ablesen lasse. Für die SPD-Fraktion habe aber neben den wirtschaftlichen Belangen vor allem auch die Zufriedenheit der Patienten und der Mitarbeiter Priorität.

SPD-Fraktionschef Markus Rupp zeigte sich am Ende erfreut, dass sowohl die qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung der Patienten, sowie auch die berechtigten Interessen der Mitarbeiter in das Optimierungskonzept der RHK eingeflossen seien. In ihrem Bestreben, beide Häuser im Landkreis Karlsruhe erhalten zu können, unterstütze die SPD-Kreistagsfraktion die bisher erreichten Ergebnisse.
Noch im März will sich die Fraktion bei einem Besuch in der Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal die positiven Eindrücke von der Arbeit der RHK und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kreiskliniken bestätigen lassen.

 
 

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