Vor 50 Jahren Gründung der SPD Friedrichstal

Veröffentlicht am 09.11.2019 in Ortsverein


Eine Reminiszenz unserer Schriftführerin Angela Hartmann-Eckstein


Der ehemalige SPD-Ortsverein Friedrichstal, jetzt aufgegangen im SPD-Ortsverein Stutensee, wäre am 9. November 50 Jahre alt geworden.

Willy Brandt war gerade mal 19 Tage lang Bundeskanzler, Helmut Schmidt Verteidigungsminister, Bundestagspräsidentin war Annemarie Renger und weitere Genossinnen und Genossen, wie unter anderem Georg Leber, Käthe Strobel oder Erhard Eppler, bildeten ab 22. Oktober 1969 zusammen mit den Freien Demokraten mit Walter Scheel als Außenminister und Vizekanzler sowie Hans-Dietrich Genscher als Innenminister, die erste Koalition aus SPD und FDP - unter Führung der SPD.

Die unter vielen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten kritisch betrachtete Große Koalition war gerade abgewählt worden. Erstmals wurde ein Sozialdemokrat Bundeskanzler.

Vor diesem politischen Hintergrund wurde am 9. November 1969 im damals von der Familie Sauder betriebenen „Löwenstüble“ der SPD Ortsverein Friedrichstal gegründet.
An einem Sonntag.
Um 10 Uhr!
Was für ein Fauxpas!
Mündlich ist überliefert, dass Dekan Karl Rupp einem Gründungsmitglied, einem seiner späteren Mieter, eine eher scherzhafte Abmahnung dafür erteilte.

Zwei der Gründungsmitglieder der SPD Friedrichstal können sich heute noch sehr gut an die Gründungszeit des Ortsvereins erinnern. Das bedeutet auch, dass sie beide ihre 50-jährige SPD-Mitgliedschaft feiern können.

Franz Gelmar, langjähriger SPD-Vertreter im Stutenseer Gemeinderat, und Willi Höbel, ebenso langjähriger Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Friedrichstal, können seit 1. September bzw. 1. Oktober 2019 auf eine 50-jährige SPD-Mitgliedschaft zurückblicken. Dazu herzlichen Glückwunsch vom gesamten Ortsverein Stutensee!

Was beide der SPD Stutensee nicht verzeihen würden: wenn wir nicht ihr Engagement für die „Viererlösung“ würdigen würden, was letztlich zur Gründung der Gemeinde Stutensee, später Stadt Stutensee, führte. Unermüdlich und ohne parteipolitische Brille haben sie zu allen sich bietenden Gelegenheiten für die jetzige Konstellation gestritten, die damals als „Viererlösung“ (Verzeihung Büchig) bezeichnet wurde.

Anmerkung: Vorsitzender des neu gegründeten SPD-Ortsvereins war Helmut Hofheinz, Stellvertreter Eugen Raupp, zum Beisitzer wurde Emil Herlan gewählt - alle drei haben sich noch lange im Ortsverein engagiert, bis die Gesundheit das letztlich nicht mehr erlaubt hat. Kassier und Schriftführer war Willi Höbel, einer der heute zu Ehrenden, dessen erstes Protokoll als Auszug hier abgebildet ist.

 

 
 

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