Der Kreisverband SPDK Karlsruhe-Land fordert sinnvolle Investitionen in die Jugend statt einem Mehr an Strafmaßnahmen

Veröffentlicht am 15.01.2008 in Pressemitteilungen

Unterschriftenaktion für die Landesförderung der Jugendsozialarbeit an Schulen

Auf ihrer letzten Kreisvorstandssitzung sprach sich die SPD Karlsruhe-Land für die finanzielle Sicherung der Schulsozialhilfe für alle Schulträger aus.

Diese wurde ursprünglich auch von Seiten des Landes mitfinanziert, nunmehr aber allein den Kommunen und Schulträgern überantwortet. Das Angebot der Schulsozialarbeit hängt damit allein von der Finanzkraft der Schulträger ab, nicht aber von dem örtlichen Bedarf. "Man kann nicht auf der einen Seite immer strengere Strafmaßnahmen für Jugendliche fordern, ihnen aber auf der anderen Seite präventiv immer weniger Hilfe an die Hand geben" kritisierte die Vorsitzende Ruth Römpert.
Der Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag der CDU-/FDP-Regierung, man werde gemeinsam mit den Kommunen die Jugendsozialarbeit an allen Schulen, insbesondere den Hauptschulen, stärken, seien in der laufenden Legislaturperiode noch keine Taten gefolgt. Nach wie vor halte die Landesregierung an dem Ausstieg aus der Landesförderung der Jugendsozialarbeit an Schulen fest und verschenke damit auch europäische Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds, so der stellvertretende Kreisvorsitzende René Repasi. Dabei werde der wichtige Beitrag der Schulsozialarbeit zur individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen und zur Verbesserung des Schulklimas auch von Mitgliedern der Landesregierung und ihrer Landtagsfraktionen nicht in Frage gestellt.
Ruth Römpert betonte, die SPD wolle die Landesregierung nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Die Schulsozialarbeit sei nicht irgendeine Jugendhilfeaufgabe sondern Bestandteil des Schulalltags und daher eine Landesaufgabe. Die SPD Karlsruhe-Land unterstützt daher die Unterschriftenaktion der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SDK), mit der sie die Landesregierung auffordert, sich wieder an der Finanzierung der Schulsozialarbeit zu beteiligen, um ein bedarfsgerechtes Angebot für alle Schularten zu ermöglichen. Die Unterschriftenlisten werden in der SGK-Geschäftsstelle gesammelt und an die Landesregierung übergeben. Weitere Informationen sowie die Liste als Download unter: www.sgk-online.net

 
 

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