Jusos Karlsruhe-Land gegen „eine strahlende Zukunft“

Veröffentlicht am 18.10.2006 in Pressemitteilungen

Die Jusos Karlsruhe-Land fordern das Festhalten am geplanten Atomausstieg. „Die Atomkraftwerke Philippsburg I und Philippsburg II müssen bis 2012 und 2018 vom Netz,“ stellt der Vorsitzender des Juso Kreisvorstandes Karlsruhe-Land, Marcus Jainta in einer heute veröffentlichen Pressemitteilung fest, „Parallel dazu muss der Ausbau von erneuerbaren Energiequellen noch stärker vorangetrieben werden.“

Baden-Württemberg hat einen Atomstrom-Anteil an der Stromproduktion von 55% und damit einen der höchsten in ganz Deutschland. Gleichzeitig hat Baden-Württemberg jedoch auch mit die höchsten Strompreise deutschlandweit. „Weshalb sollte man hier noch auf die gefährlichste Energiegewinnung der Welt setzen? Wir fordern die EnBW AG und die Landesregierung auf, verstärkt Investitionen in erneuerbare Energien zu stecken,“ erläutert die stellvertretende Vorsitzende Kathrin Röwer.

Dabei sieht die Nachwuchsorganisation der SPD vor allem im Energiemix eine große Chance. „Durch einen sinnvollen Ausbau und der Kombination von Wasserkraft, hydrothermaler Geothermie, Solarstrom, Biogas und Windkraft kann auf Kernenergie und fossile Brennstoffe auch in naher Zukunft verzichtet werden,“ so die 20jährige Schülerin weiter.

„Gerade wir sind durch das AKW Philippsburg einer ständigen Bedrohung ausgesetzt. Dabei spielt die EnBW und die Landesregierung mit der Gesundheit der Menschen in der Region, indem sie immer wieder versuchen ein Abschalten der Atommeiler vor unserer Haustür möglichst weit hinaus zu zögern. Daher setzen wir uns für ein Abschalten des Atomkraftwerkes Philippsburg ein. Schließlich ist es vor allem unsere und unsere nachfolgende Generation, die mit den Folgen der momentanen Energiepolitik leben muss,“ so Marcus Jainta abschließend.

 
 

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