Bürgerinitiative Lachwald sagt leider Gespräche mit den Gemeinderatsfraktionen in Stutensee ab

Veröffentlicht am 28.06.2017 in Fraktion

von Heinrich Sickinger, Fraktionsvorsitzender


Nachdem sich die Bürgerinitiative Lachwald über die BNN darüber beklagt hatte, dass die Fraktionen des Gemeinderates nicht gesprächsbereit seien, wurde für den 23. Juni ein solches Gespräch vereinbart.
Nun wurde das Gespräch mit den Fraktionen seitens der Bürgerinitiative kurzfristig abgesagt. Das ist sehr bedauerlich, denn gerne hätten die Fraktionen ihren Standpunkt mit den Vertretern der Bürgerinitiative ausgetauscht, denn es gibt im ganzen Gemeinderat keine Kollegin oder keinen Kollegen, dem Wald an sich und der Lachwald im Besonderen nicht am Herzen liegen würde.

Als SPD-Fraktion bestand bei uns anlässlich unserer öffentlich angekündigten Fraktionssitzungen schon immer - auch ohne vorherige Anmeldung - die Möglichkeit zum Meinungsaustausch, von dem leider kein Gebrauch gemacht wurde.  Nun wurde auch innerhalb der Fraktionen wie auch in den Gremien sehr intensiv darüber gesprochen, wie erstens die Fläche an sich und zweitens der ökologische Wert des Lachwaldes im Falle einer Bebauung eines Teilstücks ausgeglichen werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass im Falle einer Bebauung die Bürgerinitiative aktiv bleibt und ihre wertvollen fachlichen Kenntnisse in die Neugestaltung der nördlich und nordwestlich angrenzenden Fläche mit einbringt. Im Übrigen haben wir in der letzten Gemeinderatssitzung über den Forst erfahren, dass im Stutenseer Wald (225 ha) jährlich etwa 1.000 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Nach Auskunft von Dr. Eichkorn kommen auf 1 Hektar Wald ca 238 Festmeter Holz, so dass rein rechnerisch jährlich gut 4 Hektar Wald eingeschlagen und selbstverständlich wieder aufgeforstet werden.

Mit Interesse haben wir eine Meldung aus Ludwigsburg zur Kenntnis genommen, denn dort wird seit 7 Jahren fast deckungsgleich nach dem von der SPD-Fraktion vorgeschlagenen Modell 1/3 ,1/3, 1/3 sehr erfolgreich bezahlbarer Wohnraum angeboten. Deshalb ist es wichtig, dass demnächst die Anhörung zur Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft stattfindet. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist dies auch der einzige Grund, weshalb wir uns für die Bebauung eines Teils des Lachwaldes entschieden haben. Wir wollen damit dazu beitragen, dass im Süden von Stutensee, wo der Druck auf dem Wohnungsmarkt am stärksten ist, die auf Miete angewiesenen Mitbürgerinnen und Mitbürger auch in Zukunft noch bezahlbaren Wohnraum vorfinden.

Im Übrigen sei auch noch gesagt, dass hier kein Tafelsilber „verscherbelt“ wird, sondern nach dem Modell der SPD-Fraktion städtisches Vermögen für die Zukunft gebildet wird und damit auch für die Gemeindefinanzen nachhaltig ist, denn der größte Teil der Wohnungen sollte nach unseren Vorstellungen in städtischem Besitz bleiben.

 
 

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