Jusos Karlsruhe-Land schockiert über Schulleistungsvergleich der Länder

Veröffentlicht am 25.06.2010 in Bundespolitik

Erneut hat eine Studie zum Vergleich der Bundesländer in Sachen Bildungspolitik das enthüllt, was die Jusos schon seit jeher kritisieren: „Es geht ungerecht in unserem Land zu. Vor allem in Baden-Württemberg und Bayern hat ein Arbeiterkind im Schnitt sechsmal schlechtere Chancen, denselben Bildungsabschluss zu erlangen wie ein Kind aus einer Akademikerfamilie – und das bei gleicher Intelligenz“, sagte Marko Vidakovic, Pressesprecher der Jusos Karlsruhe-Land, mit großem Bedauern. „Wir Jusos fordern, dass diesem Trend umgehend ein Ende gesetzt wird. Wir setzen uns offensiv für längeres gemeinsames Lernen, eine Abschaffung des derzeitigen dreigliedrigen Schulsystems und eine Abschaffung jeglicher Bildungsgebühren vom Kindergarten bis zur Universität ein“, so Vidakovic weiter.

Doch nicht nur in Sachen Chancengleichheit zeigt der Ländervergleich das wahre Gesicht der Bildungsrepublik. Laut Kathrin Röwer, Kreissprecherin der Jusos Karlsruhe-Land, sei die Umsetzung der bundeseinheitlichen Bildungsstandards missglückt. So müsse in Zukunft noch mehr dafür Sorge getragen werden, dass Abschlüsse in allen Bundesländern vergleichbar seien, anstatt auf 16 verschiedene Schulsysteme zu setzen.

Die Jusos Karlsruhe-Land mahnen zudem eine bessere Integration von Zuwandererfamilien an: „Es scheint der Fall zu sein, dass gerade dort, wo die Zuwandererquote relativ hoch ist, Schüler schlechter im Vergleich abschneiden. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass dies nicht auf Defizite der Intelligenz zurückzuführen ist, sondern schlicht darauf, dass es enorme sprachliche Schwierigkeiten bei diesen Kindern gibt. Aus diesem Grund sprechen wir Jusos uns umso mehr für eine Kindergartenpflicht aus, damit die deutsche Sprache vor der Einschulung erlernt werden kann“, so Dennis Eidner, Vorstandsmitglied der Jusos Karlsruhe-Land.

 
 

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