Jusos Karlsruhe-Land zeigen eine Alternative zum Europäischen Fiskalpakt auf

Veröffentlicht am 18.05.2012 in Europa

Im März 2012 wurde von den Regierungschefs der Europäischen Union der Inhalt des Europäischen Fiskalpakts beschlossen, der nun nach und nach in den einzelnen Ländern ratifiziert werden muss. Gerade die von der Krise betroffenen Länder haben keine Wahl, sie werden den Fiskalpakt beschließen müssen, da ihnen sonst keine Hilfen mehr gewährt werden. Dieser beinhaltet die Regeln, nach denen die Neuverschuldung verboten und der Schuldenabbau verordnet werden soll.

Der Europäische Fiskalpakt verkennt jedoch viele der Krisenursachen und wird die Krisensymptome und das Hineinrutschen in eine Rezession verschärfen. Die Eurozone und die EU werden daher nur aus der Krise kommen, wenn es zu nachhaltig ausgerichteten Wachstum kommt. Ohne einen signifikanten Wachstumsimpuls auf breiter Front wird es entsprechend keine Stabilisierung geben. Der Fiskalpakt in seiner derzeitigen Form, der lediglich die Schuldenaufnahme des betreffenden EU-Mitgliedsstaates unbesehen dessen ökonomischer Situation begrenzt und sanktioniert, schreibt diese wachstumshindernde Politik jedoch vertragsrechtlich fest.

Die Jusos Karlsruhe-Land sehen in Neuverhandlungen durch Übereinkünfte für nachhaltige Investitionen, gute Beschäftigung und Stärkung der öffentlichen Hand einen alternativen Weg zu dieser einseitig auf Ausgabenkürzungen abzielenden Politik. Konkret könnten europaweite Programme zur Förderung eines nachhaltigen und tragfähigen Wachstums, Stärkung der Binnennachfrage sowie zur Förderung von gerecht entlohnter Beschäftigung insbesondere junger Menschen, etwa durch die Umsetzung einer Beschäftigungsgarantie, auf den Weg gebracht werden. Die europaweite Stärkung der Einnahmen der öffentlichen Haushalte könnte durch eine entsprechend europaweite Einführung einer Finanztransaktionssteuer, eine Mindestbesteuerung von Unternehmen sowie hoher Vermögen, umgesetzt und damit entsprechend für wirtschaftlich nachhaltige Investitionsprogramme eingesetzt werden. Europa sollte jetzt in der Krise die Kraft und Solidarität aufbringen gemeinsam zu handeln und die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen, um wieder zu ökonomischer und sozialer Stabilität zurückzukehren. Der Fiskalpakt – mit seiner einseitig auf Ausgabenkürzungen abzielenden Politik – kann daher nicht die einzige Lösung sein, um aus der gegenwärtigen Krise gestärkt herauszukommen. Nur geeint und im festen Zusammenschluss der Europäischen Union hat Europa eine Chance im globalen Wettbewerb von Ideen und Werten, von Politik und Wirtschaft. Daher wollen wir Jusos eine Alternative zum gegenwärtigen Fiskalpakt mit entsprechenden Neuverhandlungen, durch Übereinkünfte für nachhaltige Investitionen, gute Beschäftigung und Stärkung der öffentlichen Hand aufzeigen, die soziale Spaltung der Gesellschaften abwenden und aus besseren Chancen der Teilhabe für mehr Menschen auch mehr ökonomische Stabilität gewinnen wird. Europa benötigt daher Wachstum und Beschäftigung und keine Austerität.

Diesen Fiskalpakt verhindern! Antrag der Jusos unterzeichnen.

 
 

Homepage Jusos Karlsruhe-Land

Im Europäischen Parlament

Wir auf Facebook

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Downloads

Dokumente

Ortsverein

Wahlprogramme

Info-Portal

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Shariff